Zugewinn/Zugewinnausgleich

Das Zugewinnausgleichsverfahren berücksichtigt die Vermögenssituation der Eheleute vom Zeitpunkt der standesamtlichen Eheschließung (Anfangsvermögen) bis zur Zustellung des Antrages auf Scheidung (Endvermögen).

Das Anfangsvermögen ist das Vermögen, welches einem Ehegatten beim Eintritt des Güterstandes nach Abzug der Verbindlichkeiten gehört. (Link: §1374 Abs.1 BGB)
Das Endvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Zustellung des Antrages auf Scheidung gehört. (Link: § 1384 BGB)

Es ist sehr wichtig, zur Berechnung des Zugewinns genau über das Anfangs- und Endvermögen informieren zu können. Hierbei kommt es auf alle vermögenswerten Positionen an, wie z.B. Lebensversicherungen, Immobilien, Firmenwerte, Wertpapiere, aber auch Bargeld und Goldreserven. Während der Ehe ererbtes Vermögen eines Ehegatten fällt nicht in den Zugewinn. Lediglich die aus der Erbmasse während der Ehe erzielten Erträgnisse können berücksichtigt werden.

Zur Ermittlung des Zugewinns sind die Eheleute einander umfassend auskunftsverpflichtet.

In wenigen Fällen, z.B. wenn eine Gefahr der Vermögensverschiebung, bzw. der vorsätzlichen Vermögensverminderung besteht, können vorgezogene familiengerichtliche Entscheidungen beantragt werden.

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